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Fuerteventura mit Kindern: was die Insel Familien wirklich bietet

Aktualisiert 14. Oktober 2026 · 9 Min. Lesezeit

Fuerteventura: Insel Lobos – Fähre + Schnorcheln ab Corralejo

Fuerteventura trägt Familien, wenn du den Wind einplanst: Strand am Vormittag, am Nachmittag etwas Geschütztes. Die Strände für kleine Kinder sind die Lagunen von El Cotillo und die Bucht von Caleta de Fuste, nicht die berühmten Dünenstrände. Und der Ausflug, der mit Kindern am verlässlichsten funktioniert, ist die Fähre zur Insel Lobos mit Schnorcheln für 27 €: eine Viertelstunde Überfahrt, danach das flache klare Wasser am Puertito. Für ältere Kinder, denen flache Becken nichts mehr sagen, ist der Surfkurs für Kinder und Familien ab 54,15 € die Antwort.

Fünf Ausflüge, die mit Kindern funktionieren

AusflugDauerabBewertungpasst für
Insel Lobos: Fähre und SchnorchelnHin- und Rückfahrt27 €4,5 ★ · 904Familien mit Grundschulkindern, die schon schnorcheln wollen
Schnellboot zur Insel Lobos15 Minuten16 €4,8 ★ · 1.973Familien, deren Kinder noch kein langes Boot aushalten
Glasbodenboot mit Mittagessen4 Stunden75 €4,4 ★ · 1.514Familien mit Schulkindern, die einen halben Tag an Bord mögen
Oasis Wildlife: Eintrittskarteeigenes Tempo41,50 €4,6 ★ · 3.699Familien an Tagen, an denen der Wind alles andere kippt
Surfkurs für Kinder und Familien3 Std. 30 Min.54,15 €4,8 ★ · 56Kinder, die am Strand nicht mehr stillsitzen

Verfügbarkeit der Fähre mit Schnorcheln zur Insel Lobos ansehen

Die Insel verkauft sich als Familienziel, und in weiten Teilen stimmt das auch: flach abfallende Strände, warmes Wasser das ganze Jahr über, kurze Wege in den Orten, 181 buchbare Angebote, die bei 12,50 € anfangen. Was auf den Werbebildern fehlt, ist der Wind. Er ist der eine Unterschied zwischen dieser Insel und jedem anderen Familienziel, und er entscheidet darüber, wie ein Urlaubstag hier läuft.

Der Wind, ehrlich gerechnet

Der Passat weht über Fuerteventura an den meisten Tagen des Jahres, überwiegend aus Nord bis Nordost. Die Insel ist flach, ihr fehlen die Berge, die auf den höheren Kanareninseln einen Teil des Windes abfangen. Der typische Tagesverlauf: morgens ruhig, gegen Mittag frischt es auf, am Nachmittag bläst es.

Für kleine Kinder ist das kein Randthema. Nicht die Kühle stört, sondern der Sand. Auf offenen Strandabschnitten treibt er ab dem frühen Nachmittag knapp über dem Boden, und ein Kind, das im Sand sitzt, ist genau auf dieser Höhe. Nach zwanzig Minuten ist Sand im Essen, in der Tasche und in den Augen. Familien mit den Jüngsten legen den Strand deshalb auf den Vormittag. Wie sich das über den Tag auflösen lässt, steht ausführlich unter Fuerteventura mit Baby und Fuerteventura mit Kleinkind.

Derselbe Wind ist der Grund, warum ältere Kinder hier etwas mitnehmen, das sie an einem windstillen Mittelmeerstrand nicht bekommen. Surfkurse gibt es ab 50 €, der mittlere Preis liegt bei 54,08 €; der Kurs für Kinder und Familien steht bei 54,15 € für dreieinhalb Stunden, unterrichtet von einem Trainer mit Rettungsschwimmerlizenz. Die Surfschulen setzen sehr unterschiedliche Untergrenzen: In Corralejo reicht die Spanne je nach Schule von sechs bis vierzehn Jahren, und für die Jüngsten gibt es oft nur Privat- oder Familienkurse statt der offenen Gruppe. Was für den gebuchten Kurs gilt, steht auf der jeweiligen Buchungsseite. Wind- und Kitesurfen ist die teurere Stufe, ab 63,75 € und mit einem Median von 130 €.

Termine des Surfkurses für Kinder und Familien ansehen

Die Strände, an denen der Sand nicht fliegt

Die Insel hat vier Stellen, die für Familien anders funktionieren als der offene Atlantikstrand.

Die Lagunen von El Cotillo im Nordwesten liegen hinter einem vorgelagerten Riff. Das Wasser steht in flachen Becken, du kannst weit hinauslaufen, und bei Ebbe bleiben Pfützen mit kleinen Krebsen zurück, an denen Kinder länger hängen als an jedem Spielplatz.

Caleta de Fuste an der Ostküste ist der Gegenentwurf. Die Bucht ist künstlich angelegt und von einem Wellenbrecher geschützt, es gibt kaum Wellengang, der Einstieg ist sanft. Für das erste Meer im Leben eines Kindes ist das der ruhigste Ort der Insel – und für Zehnjährige nach drei Tagen ziemlich langweilig.

In Corralejo ist es der Muelle Chico, der Strand des alten Hafens zwischen den Molen, gerade einmal hundert Meter lang und direkt an den Lokalen.

Die Lagune der Playa de Sotavento bei Costa Calma ist der eigenwilligste Fall. Sie füllt sich mit der Tide auf wenige Zentimeter bis hüfttief, aber sie füllt sich nicht jeden Tag, sondern vor allem um Neumond und Vollmond. Steht sie, ist sie ein riesiges warmes Planschbecken. Steht sie nicht, hast du eine weite Sandfläche und den stärksten Wind der Insel.

Welche Gegend zu welcher Familie passt

Corralejo im Norden hat die größte Auswahl: den Naturpark mit den Dünen vor der Tür, den Wasserpark, die Fähre nach Lobos, Restaurants bis spät. Beim Wind liegt der Ort dabei im Mittelfeld: Am stärksten weht es im Süden, wo der Passat über den schmalen Isthmus von Jandía beschleunigt und Costa Calma und die Sotavento-Lagune trifft.

Caleta de Fuste in der Inselmitte ist die Wahl, wenn Ruhe zählt und der Weg vom Flughafen kurz sein soll. Für Familien mit ganz kleinen Kindern die naheliegendste Basis, für Teenager die schwächste.

Der Süden um Costa Calma und Jandía lebt von kilometerlangen Stränden und von den Surfzentren. Morro Jable an der Südspitze hat den Hafen, von dem die meisten Bootstouren ablegen. Wichtig für die Ortswahl: Zwischen Corralejo und Morro Jable liegen rund 111 Straßenkilometer, für die du gut anderthalb Stunden brauchst. Eine Bootstour im Süden ist von Corralejo aus kein Halbtagesausflug, sondern ein ganzer Tag im Auto. Welche Landschaften und Orte dazwischen den Umweg wert sind, steht unter Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura.

Welche Ausflüge Kinder tragen

Isla de Lobos ist der Klassiker und mit 11.501 Bewertungen der am häufigsten bewertete Bootsbereich auf GetYourGuide. Die Fähre ab Corralejo kostet 17 € hin und zurück, das Schnellboot 16 €, die Überfahrt dauert etwa eine Viertelstunde; die Kombination aus Fähre und Schnorcheln kostet 27 €. Für Grundschulkinder ist die kleine Insel ein Abenteuer: klares flaches Wasser am Puertito, ein Vulkankegel, keine Autos. Du brauchst dafür eine kostenlose Genehmigung des Cabildo, weil die Besucherzahl begrenzt ist, und du solltest wissen, dass es auf der Insel fast keinen Schatten und nur ein einziges Lokal gibt.

Die am häufigsten bewertete Tour der Insel ist die Delfin- und Walbeobachtung ab Morro Jable: zwei Stunden, 49 €, Getränke und ein Badestopp inbegriffen, 5.248 Bewertungen. Mit 4,2 Sternen ist es zugleich die schwächste Bewertung unter den zwanzig meistbewerteten Angeboten, gleichauf mit der Jandía-Buggytour, und der Grund dafür liegt auf der Hand. Tiere sind nie zugesagt, und ein Kind, das zwei Stunden auf leeres Wasser schaut, findet das lang.

Ruhiger und für kleinere Kinder verlässlicher sind das Glasbodenboot mit Mittagessen für 75 € über vier Stunden — 4,4 Sterne aus 1.514 Bewertungen — und die Katamaranfahrten, die bei 62 € beginnen und im Mittel 79 € kosten. An Land ist der Tierpark Oasis Wildlife bei La Lajita im Süden mit 41,50 € Eintritt und mehr als 3.000 Tieren der zuverlässigste Plan für einen Tag, an dem der Wind alles andere unmöglich macht; die Eintrittskarte für Oasis Wildlife hat 4,6 Sterne aus 3.699 Bewertungen. Weitere Angebote an Land findest du unter Ausflüge auf Fuerteventura.

Verfügbarkeit des Glasbodenboots mit Mittagessen ansehen

Preise der Eintrittskarte für Oasis Wildlife ansehen

Wann etwas eine schlechte Idee ist

Cofete. Der Strand ist der spektakulärste der Insel, aber der Weg dorthin ist eine rund 20 Kilometer lange Piste ab Morro Jable, für die man gut fünfzig Minuten braucht, und die meisten Mietwagenverträge verbieten das Verlassen der Asphaltstraßen. Mit Kindern im Auto ist die geführte Jeep-Safari für 65 € über drei Stunden der sinnvollere Weg, mit einem Baby taugt beides nicht.

Buggy- und Quadtouren ab 60 € sind laut, staubig und haben Altersgrenzen, die von der Sitzposition abhängen. Der Tagesausflug nach Lanzarote mit Timanfaya und den Jameos del Agua kostet 160 € und dauert fünfzehn Stunden mit Fähre und Bus. Für Kinder ab etwa zehn ist das ein großer Tag, darunter ein sehr langer. Ob und wann sich das Inselhüpfen lohnt, ist Thema unter Sehenswürdigkeiten der Kanarischen Inseln.

Und der Wasserpark in Corralejo: Ein Teil der Rutschen ist erst ab 1,20 Meter Körpergröße freigegeben, und der Park hat eine Sommersaison und ist im Winter geschlossen. Die genauen Monate ändern sich von Jahr zu Jahr, deshalb vor der Anreise nachsehen.

Mindestalter

Für Boote ist das die häufigste Frage, und sie lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Anbieter setzen sehr unterschiedliche Grenzen, je nach Bootstyp, Dauer und Seegang; verbindlich ist allein die jeweilige Buchungsseite. Welcher Bootstyp welchem Alter zumutbar ist, worauf du bei Schatten, Toilette und Wellengang achten solltest, steht unter Bootstour mit Kindern.

Unsere Empfehlung

Für die meisten Familien: die Fähre zur Insel Lobos mit Schnorcheln für 27 €. Eine Viertelstunde Überfahrt, danach eine Insel ohne Autos und das flache klare Wasser am Puertito, und beides in einer Buchung. 4,5 von 5 Sternen bei 904 Bewertungen. Wer das Schnorcheln nicht braucht, nimmt die reine Fähre für 17 € — sie ist mit 3.521 Bewertungen die breiter belegte der beiden und steht mit allen weiteren Überfahrten unter Isla de Lobos. Kläre vor dem Kauf, ob die Lobos-Genehmigung dabei ist, und nimm Wasser, Hut und Sonnenschutz mit: Schatten gibt es drüben praktisch nicht.

Für Familien mit den Jüngsten: das Schnellboot zur Insel Lobos für 16 €. Fünfzehn Minuten sind die kleinste Dosis Boot, die es hier gibt, und mit 4,8 Sternen die beste Note dieser Gruppe. Bei Welle schlägt der Rumpf allerdings auf — für ein Kind, das das nicht einordnen kann, ist die langsamere Fähre die bessere Wahl.

Für einen halben Tag an Bord: das Glasbodenboot mit Mittagessen für 75 €. Vier Stunden mit Essen, Getränken und Unterwasserdeck. Mit einem Kleinkind, das nach vierzig Minuten genug hat, ist das eine schlechte Idee.

Für windige Tage: die Eintrittskarte für Oasis Wildlife für 41,50 €. Mehr als 3.000 Tiere, 4,6 Sterne aus 3.699 Bewertungen, und ihr bestimmt das Tempo selbst. Vom Norden aus ist La Lajita allerdings ein ganzer Tag mit zwei langen Autofahrten.

Für ältere Kinder: der Surfkurs für Kinder und Familien ab 54,15 €. Dreieinhalb Stunden mit einem Trainer, der eine Rettungsschwimmerlizenz hat. Für die Jüngsten ist das nichts; was die gebuchte Schule als Untergrenze setzt, steht auf ihrer Buchungsseite.

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